Technik der Klassischen Massage

Die in Deutschland bekannteste und vor allem medizinisch genutzte Massageform ist die klassische, oder auch schwedische Massage. Ihre Wirkung auf die Muskulatur, das Bindegewebe und das Lymphsystem ist längst wissenschaftlich anerkannt. Auch wirken die beruhigenden Streichungen der Hautschichten ausgleichend auf die Psyche. Gerade für die Gesundheitspflege ist diese Massageform besonders wertvoll. Durch die harmonische Abfolge der unterschiedlichen Massagegriffe können Reize auf den Organismus gesetzt werden, die eine entspannende, lockernde oder anregende Wirkung zur Folge haben. Zudem wird der Lymphfluss angeregt.


  • Streichung (Effleurage) :  Zu Beginn der Massage werden immer Streichungen eingesetzt, um die Haut zu erwärmen und an die Hand des Massierenden zu gewöhnen. Zwischen den stärkeren Massagegriffen kommen sie zum Einsatz , um das Gewebe zu beruhigen und zum Abschluss nochmals zur Entspannung und Verabschiedung.
  • Knetung (Petrissage) :  Bei dieser Technik wird die Muskulatur dehnend verformt und ausgepresst. Durch die erreichte Mehrdurchblutung des Gewebes können Schlacken und Milchsäure leichter abtransportiert werden. Die Stärke der Griffe bewirkt eine Erhöhung oder Senkung der Muskelspannung.
  • Reibungen (Friktionen) :    Streichende Reibungen werden mit mehr Druck ausgeführt und gehen tiefer in die Gewebeschichten hinein. Sie bewirken auch hier eine Erwärmung. Friktionen oder Zirkelungen sind kreisende Bewegungen, um Verhärtungen im Unterhautbindegewebe und im Muskel zu lösen.
  • Klopfung (Tapotement), Schüttelung, Vibrationen:  Die leichten schlagenden Bewegungen der Fingerkante oder Hohlhand fördern die Durchblutung des Gewebes. Durch die Schüttelung wird die Muskulatur gelockert. Vibrationen wirken schmerzlindernd.